
Gefahr im Putzregal
Mit Chemikalien kommen wir täglich in Berührung. Während ein WC-Reiniger schnell als Chemikalie erkannt wird, wird beim Geschirrspül- oder Waschmittel kaum mehr daran gedacht. Selbst scheinbar harmlose Produkte wie das Spülmittel, das wir in der Küche verwenden, oder der WC-Stein im Bad setzen sich aus chemischen Stoffen zusammen. Reinigungsmittel beinhalten oft starke chemische Substanzen, um ihre Wirkung zu gewährleisten. Im Hobbykeller hantieren wir mit Leim und Lacken und im Garten benutzen wir Insektizide und Düngemittel. Kurz: Wir sind von chemischen Produkten umgeben.
Sicherer Umgang mit Chemikalien
Je weniger Gifte und Chemikalien im Haushalt vorhanden sind, desto geringer ist die Unfallgefahr. Und damit die vorhandenen Putzmittel & Co. möglichst keinen Schaden anrichten, sind die folgenden Tipps sinnvoll:
- Beim Einkauf Gefahrensymbole und Sicherheitshinweise beachten, giftige durch ungiftige Produkte ersetzen.
- Gifte, Chemikalien und Medikamente immer in der Originalverpackung aufbewahren und nicht umfüllen – vor allem nicht in Lebensmittelbehälter. Sonst besteht Verwechslungsgefahr.
- Schutzhandschuhe und beim Umgang mit starken Säuren und Laugen eine Schutzbrille tragen.
- Bei Dämpfen gut lüften. Und immer nur ein Produkt aufs Mal verwenden, um ungewollte chemische Reaktionen zu vermeiden.
- Mindestens einmal pro Jahr die abgelaufenen und nicht mehr benötigten Gifte, Chemikalien und Medikamente den Verkaufsstellen zurückbringen.
Erste Hilfe bei Vergiftungen
Zeigt jemand schwere Symptome wie Bewusstlosigkeit, Atem- oder Kreislaufstillstand, sofort die Ambulanz 144 alarmieren. Ansonsten hilft Tox Info Suisse unter 145 weiter.
Grundsätzlich gilt bei Vergiftungen: Bei sich selbst oder der betroffenen Person kein Erbrechen herbeiführen. Giftige Substanzen können so in die Lunge gelangen. Bei ätzenden Substanzen wird die Speiseröhre ein zweites Mal verätzt.

