
Manchmal wissen Mitarbeitende mehr...
… vor allem darüber, was sie benötigen, damit es ihnen bei der Arbeit gut geht. Und dass es ihnen gut geht, hat einen direkten Einfluss auf ihre Gesundheit, ihre Produktivität und ihre Entscheidung, dem Unternehmen treu zu bleiben.
Wie erschliessen wir nun im betrieblichen Alltag diese wertvolle Wissensquelle? Vermutlich viel zu selten. Also, los geht’s.
Fragen stellen
Für kleinere Betriebe bis ca. 100 Mitarbeitende stellt der direkte Austausch mit der Führungsperson oder im Team die ideale Möglichkeit dar. Gesprächsanleitungen mit Fragen finden sich in der HR-Toolbox von Gesundheitsförderung Schweiz, so zum Beispiel «Gesundheit im Gespräch». Natürlich können auch grössere Betriebe diese nutzen. Für grössere Betriebe empfiehlt es sich mit Mitarbeitendenbefragungen ein geschützter Raum, in dem Stimmen gehört werden, die im Alltag auch mal leise bleiben und in dem ehrlichen Feedback durch Anonymität möglich wird. Eine gängige Befragung, welche Anonymität ermöglicht, ist zum Beispiel die Job-Stress-Analysis. Hier besteht zudem für Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitenden die Möglichkeit, eine Anteilsfinanzierung für die Begleitung durch eine Fachperson zu erhalten.
Zuhören
Auch das Stellen einer Frage zeigt bereits eine erste Wirkung. Die volle Wirkung entfaltet sie aber erst dann, wenn sie verbunden wird mit (aktivem) Zuhören: Aussprechen lassen, Gesagtes in eigenen Worten wiederholen, Nachfragen und in der heutigen Zeit für viele anspruchsvoll – Ablenkungen vermeiden und die Aufmerksamkeit für das Gegenüber bewahren. Übungen dazu finden sich zum Beispiel bei Pro Mente Sana.
Bei Befragungen bedeutet Zuhören, dass die Antworten ausgewertet und in Bezug zur Situation im Betrieb gebracht werden. Befragungsergebnisse zeigen ihre effektive Bedeutung oft auch erst dann, wenn sie im Team nochmals reflektiert werden. Dieses Vorgehen sollte jeweils bei der Planung einer Befragung ebenfalls berücksichtigt werden.
Handeln
Die gesammelten Rückmeldungen zeigen auf, wo im Alltag angesetzt werden kann, um Arbeitsbedingungen gezielt zu verbessern und Ressourcen zu stärken.
Warten Sie nicht darauf, dass schlafende Hunde von alleine aufwachen. Nutzen Sie die Chance, die gewonnenen Erkenntnisse aktiv einzusetzen – und spannen Sie die Hunde stattdessen vor Ihren Schlitten, um bei der Förderung von Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden vorwärts zu kommen.
- Starten Sie den direkten Austausch oder führen Sie eine Mitarbeitendenbefragung, um fundierte Einblicke zu gewinnen – gut geplant und passend zu Ihrem Betriebsalltag.
- Verbinden Sie die Ergebnisse mit echtem Dialog und Partizipation: Reflektieren Sie gemeinsam im Team und leiten Sie konkrete Massnahmen ab.
- Setzen Sie gezielt Impulse für bessere Arbeitsbedingungen – dort, wo sie wirklich gebraucht werden.
Damit dieser Prozess nicht nur gut gemeint, sondern wirksam wird, unterstützt Sie die AEH: von der Auswahl geeigneter Befragungsinstrumente über die professionelle Auswertung bis hin zur Begleitung bei der Ableitung und Umsetzung von Massnahmen.
Lassen Sie uns ins Gespräch kommen via Telefon 044 240 55 50 oder nehmen Sie per Mail mit uns Kontakt auf unter

