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Unterstützung bei der Erhaltung der Arbeitsfähigkeit durch gezielte und differenzierte Produkte

Zunehmend erhalten wir Unterstützungsanfragen betreffend jungen Erwachsenen, die am Ende ihrer Ausbildung viel Energie und Motivation in ihren Job investieren. In nur wenigen Jahren entwickeln sie gute berufliche Fähigkeiten und gewinnen das Vertrauen und die Unterstützung ihrer Arbeitgeber, die wiederum ihre interne Karriere fördern.

Dies ist beispielsweise bei Joyce (ein fiktiver Name) der Fall. Eine junge Dentalassistentin im Alter von 26 Jahren, die am Ende ihrer Ausbildung als einzige Mitarbeiterin in einer Zahnarztpraxis angestellt wurde. In den ersten vier Jahren ihres Berufslebens entwickelte sie, zu ihrer grossen persönlichen Zufriedenheit und der ihres Arbeitgebers, hervorragende Fähigkeiten in allen notwendigen operativen und administrativen Funktionen. Im Verlaufe von Joyces viertem Dienstjahr wird die Praxis zusammengeführt und erweitert. Das Arbeitsvolumen nimmt zu, das Personal wird aufgestockt. Joyce behält die bisherigen operativen Verantwortlichkeiten in der neuen Arbeitsumgebung bei. Langsam überfordert sie die Situation und sie kann mit den Ereignissen, die dem Ausbau der Praxis zugrunde liegen, nicht mehr Schritt halten. Nach Angaben des Arbeitgebers nimmt die Qualität ihrer Arbeit ab, und die ersten Fehler treten auf. Die Missverständnisse führen zu einer Negativspirale zwischen Joyce und dem Arbeitgeber. Niemand ist in der Lage die Situation zu analysieren, Lösungen vorzuschlagen und Veränderungen vorzunehmen. Joyce entwickelt ein immer grösser werdendes Unbehagen. Sie zieht sich zurück. Ein Gefühl des persönlichen Versagens und der Unzulänglichkeit macht sich bei ihr breit. Die Infragestellung ihrer Fähigkeiten erzeugt Leidensdruck und psychosomatische Beschwerden. Sie lebt fast ein Jahr lang mit dieser Situation, an deren Ende sie keine Ressourcen mehr hat. Anlässlich eines weiteren offenen Konfliktes bei der Arbeit verlässt sie in Tränen ihren Arbeitsplatz. Von diesem Zeitpunkt an wurde Joyce eine hundertprozentige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Am Ende der Sperrfrist beschloss sie selbst zu kündigen. Ihre Träume sind dahin, ihre berufliche Zukunft ist in Frage gestellt.

AEH wurde zu diesem Zeitpunkt von der Krankentaggeldversicherung beauftragt, Joyce bis zur Erreichung ihrer vollen Arbeitsfähigkeit zu unterstützen. Ein AEH Case Manager führt eine Standortbestimmung zusammen mit Joyce durch, erstellt einen detaillierten Aktionsplan und führt die Koordination aller Beteiligten. Der Aktionsplan wird angenommen und sie wird bei der Entwicklung eines innovativen Projekts unterstützt. Der Prozess ist jedoch langwierig, und die Zielerreichung kann im Vorfeld nicht garantiert werden.

Wir stellen immer wieder ähnliche Verlaufe wie diesen fest. Wir hören sie in unserem täglichen Leben, in den Trams, auf unserem Nachhauseweg. Es trifft nicht ausschliesslich junge Menschen; auch Erwachsene, unabhängig von ihrer Altersgruppe, können während ihrem Erwerbsleben davon betroffen sein. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass entsprechende Vorkommnisse immer häufiger auftreten und verheerende soziale und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen. Man denke nur an die Kosten der Privat- und Sozialversicherung, die zur Erbringung der Leistungspflicht herangezogen werden.

Es sind unter anderem diese Erfahrungen, die das AEH Case Managementteam veranlasst haben, Produkte zu entwickeln, um frühzeitig eine gezielte und effiziente Unterstützung zu bieten.

Sich frühzeitig einzuschalten ist der wirksamste Weg, um eine Arbeitsunfähigkeit und die Gefahr der Ausgrenzung zu vermeiden. Im Falle von Joyce wäre es bereits beim Auftreten der ersten psychosomatischen Symptome und den wiederkehrenden Kurzabwesenheiten effektiv gewesen, die Situation zu analysieren und mit Unterstützungsmassnahmen einzugreifen. Diese frühzeitige Begleitung hätte helfen können, die für Joyce schwierigen und belastenden Momente zu vermeiden. Dabei hätte sich ihr gesundheitlicher Zustand nicht so negativ entwickelt und hohe Fehlzeiten und damit verbundene Kosten hätten vermieden werden können.

Mit unserer neuen Leistungspalette richten wir uns nicht nur an Versicherungsunternehmen, sondern auch an Arbeitgeber. Werden Auffälligkeiten, die nicht spontan und kurzfristig gelöst werden können, rechtzeitig gemeldet, unterstützen wir das Unternehmen, die Versicherung und die Betroffenen rasch und unkompliziert. Mit einer begrenzten und kosteneffizienten Intervention können wir meist rechtzeitig Konsequenzen grösseren Ausmasses verhindern und hohe Kosten sparen. Eine entsprechende Investition zahlt sich um ein Vielfaches aus.

Hat Sie dieser Artikel angesprochen? Wollen Sie mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns. Wir stehen Ihnen gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Scilla Donati
Leiterin Case Management
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