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BGM - ein Thema das ankommt

Die diesjährige Nationale Tagung für betriebliches Gesundheitsmanagement mit dem Thema «Arbeit und psychische Gesundheit – Herausforderungen und Lösungsansätze» wurde von über 800 Teilnehmenden besucht. Diese wurden mit einem attraktiven Programm und einer guten Plattform für Erfahrungsaustausch und Kontaktpflege belohnt.

Fehlzeiten durch Psychische- und Verhaltensstörungen nehmen laufend zu, so nahm der Anteil gemäss deutschen Zahlen innerhalb von 10 Jahren von 9% auf 14% aller Fehlzeiten zu. Doch diese Zahlen bilden nur die Spitze des Eisbergs, wirtschaftlich viel bedeutender ist der Präsentismus. So arbeiten beispielsweise rund 50% der Personen mit einer akuten Depression. Sie sind präsent jedoch durch ihre Erkrankung in ihrer Produktivität eingeschränkt. Aus dieser Perspektive lohnt es sich das Thema genauer anzugehen und sich einige Gedanken zu machen.

Niklas Baer (Psychiatrie Baselland) zeigt in seinem Referat wie verbreitet „schwierige Mitarbeitende“ sind und wie sehr sie die Vorgesetzten und das ganze Team belasten. Er zeigt auf, dass es sich lohnt das Thema betrieblich anzugehen, indem Leitlinien aufgestellt werden, die Vorgesetzten geschult werden und der Kontakt zu Spezialisten wie z.B. Arbeitsmedizinern geschaffen wird. Gleichzeitig ist eine Kultur zu schaffen, in der das Ziel nicht ist, nie psychische Probleme zu haben, sondern, diese möglichst gut zu bewältigen.

Thomas Ihde-Scholl (Pro mente sana) nimmt im Referat die „schwierigen Mitarbeitenden“ auf und geht insbesondere auf die Stigmatisierung des Themas respektive der Betroffenen ein. So bestehen leider immer noch Mythen wie, psychische Krankheit kann durch Willenskraft und Charakterstärke verhindert werden oder psychische Krankheit ist nicht heilbar, bzw. es erfolgt keine wirkliche Gesundung aber auch: Psychische Krankheit wird durch Belastung am Arbeitsplatz verursacht. Er zeigt im Weiteren die Relevanz der Vernetzung mit den Fachpersonen und Massnahmen zum Abbau der Stigmen auf.

Nathalie Lotzmann (SAP) zeigt in Ihrem Referat „Wer managed unsere Gesundheit im Betrieb“ wie der Wandel in der Arbeitswelt auch das BGM-Verständnis ändert. Unser Verständnis von “Immer mehr, immer schneller, immer komplexer” führt zu einer Zunahme der psychosozialen Fehlbelastungen. Als Antwort auf diese gesellschaftliche Herausforderung ist der Fokus des betrieblichen Gesundheitsmanagements von der individuellen Ausrichtung (Bewegung, Entspannung, Ernährung) auf eine organisationale Ebene zu verschieben. Dabei geht es neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen um eine Kontrolle der psychosozialen Risiken und Aspekte wie Fairness, Partizipation aber auch Vertrauen.

Lukas Windlinger (ZHAW) zeigt die Relevanz der Arbeitsbedingungen auf. In einer Studie wurde gezeigt, dass die Arbeitsplatz- und Umgebungsgestaltung sowohl einen grossen Einfluss auf die Gesundheit als auch die Arbeitsleistung haben. So sind betreffend der Gesundheit die soziale Dichte und die Ablenkung durch die Umgebung neben Überlastungen und dem Handlungsspielraum unter den wichtigsten Einflussfaktoren. Hinsichtlich der Arbeitsleistung sind die Privacy und die Angemessenheit der Arbeitsumgebung neben der Aufgabenvielfalt und Handlungsspielraum die wichtigsten Einflussfaktoren.

In weiteren Referaten und in über 30 Symposien werden weitere wichtige Aspekte behandelt und das Thema abgerundet.

Weitere Informationen zur Veranstaltung: http://gesundheitsfoerderung.ch/ueber-uns/veranstaltungen/bgm-tagung.html

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