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Den langen Bremsweg nicht unterschätzen

Die Anzahl E-Bikes auf Schweizer Strassen steigt immer weiter an. Mit über 300 schweren E-Bike-Unfällen gab es letztes Jahr auch diesbezüglich einen neuen Höchststand. Eine wichtige Ursache ist das ungewohnt hohe Tempo, das E-Bikes im Vergleich mit normalen Velos erreichen – dadurch verlängert sich der Bremsweg.

Mit dem E-Bike fährt es sich leicht, man kommt schnell vorwärts. Ob geradeaus oder bergauf – die Geschwindigkeit ist oft deutlich höher als mit einem normalen Fahrrad. Das einfache Vorankommen ist einer der Gründe dafür, dass diese Fahrzeuge immer beliebter werden: Im vergangenen Jahr war jedes dritte in der Schweiz gekaufte Velo ein E-Bike. Parallel zu den Verkäufen steigen die E-Bike-Unfallzahlen: Letztes Jahr gab es mit 12 Toten und 309 Schwerverletzten einen neuen Höchststand. Denn bei so viel Tempo passieren leider auch schneller Unfälle. Bei einem Sturz oder einer Kollision drohen zudem schwerere Verletzungen.

Tempo ist eine häufige Unfallursache

E-Bikes erreichen je nach Stärke der Tretunterstützung rund 45 km/h. Nicht nur das Tempo ist höher als mit einem herkömmlichen Velo: Eine BFU-Studie zeigt, dass auch das Unfallrisiko pro gefahrenen Kilometer höher ist. Aus der Studie geht überdies hervor, dass die Geschwindigkeit zu den vier häufigsten Ursachen von E-Bike-Selbstunfällen zählt – nebst Unaufmerksamkeit/Ablenkung, Alkohol und mangelhafter Fahrzeugbedienung.

So ist man sicherer unterwegs:

  • Ein passendes E-Bike wählen, idealerweise mit ABS (sich vor dem Kauf beraten lassen)
  • Vorausschauend fahren und das Tempo anpassen
  • Mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen (z. B. Vortrittsmissachtungen oder sich plötzlich öffnenden Autotüren)
  • Velohelm tragen, um sich vor Kopfverletzungen zu schützen
  • Sich jederzeit sichtbar machen: tagsüber mit Licht fahren und Leuchtweste tragen

Die bfu bietet ein neues Safetykit zum Thema E-Bike an. Gratis zu bestellen resp. herunterzuladen sind die Einsatzmittel unter www.safetykit.bfu.ch.

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