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Heuschnupfen – Eine Volkskrankheit

Heuschnupfen, in der Fachsprache Pollinose genannt, ist in der Schweiz die häufigste allergische Erkrankung. Jede sechste Schweizerin, jeder sechste Schweizer leidet daran. Bei zwei von drei Betroffenen sind Gräserpollen die Auslöser. Heuschnupfen ist eine Fehlreaktion: Der Organismus reagiert auf einen harmlosen Stoff (Protein der Pollen). Beim Einatmen oder im direkten Kontakt der Schleimhäute mit Pollen schwellen Bindehaut und Nasenschleimhaut an. Die Symptome ähneln einer Erkältung: Juckreiz (in Gaumen, Nase und Ohren), Niesattacken, Fliessschnupfen, verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen. Im Folgenden einige Tipps für AllergikerInnen:

Alltag

Allergiker duschen am Abend: Beim Duschen werden die Pollen von der Haut und aus den Haaren gespült. Duscht man abends, gelangen die Pollen nicht ins Kopfkissen und werden somit auch nicht eingeatmet. Darum sollte man auch die Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen oder die Wäsche im draussen trocknen. In der kritischen Zeit lüftet man am besten bei Regen oder in den frühen Morgenstunden. Pollenfilter im Auto und Pollenschutzgitter an Fenstern können Linderung verschaffen, Ventilatoren, welche die Pollen immer wieder aufwirbeln, sind kontraproduktiv. Staubsaugen und Rasenmähen sollte man anderen überlassen.

Im Freien

Sonnige Tage mit Wind können eine Qual für Heuschnupfenbetroffene sein. Nach einem Regenschauer ist die Luft jedoch gereinigt und an windstillen Tagen fliegen weniger Pollen. Entsprechende Tage sind somit geeignet für Aktivitäten im Freien. Eine Sonnenbrille mit Seitenschutz hält Pollen von den Augen fern und schützt die bereits irritierte Augenschleimhaut.

Sport

Vorsicht mit Sport im Freien: Bei Beanspruchung reagiert der Körper stärker allergisch als sonst. Wer in medikamentöser Behandlung ist, kann auch draussen Sport betreiben. Aber Achtung: Medikamente spätestens eine Stunde vor dem Sport einnehmen. Beim Joggen und Velofahren ist man der grössten Pollenbelastung ausgesetzt.

Ernährung

Bis zu zwei Drittel aller Heuschnupfenbetroffene neigen zu Kreuzallergien, reagieren also auch auf bestimmte Nahrungsmittel empfindlich, deren Eiweisse ähnliche Strukturen aufweisen. So kann es passieren, dass eine auf Gräser allergische Person beim genüsslichen Essen von Erdnüssen unter Symptomen leidet. Besonders häufig sind folgende Kombinationen: Birkenpollen mit Haselnuss, Walnuss, Mandel, Apfel, Kirsche, Pfirsich, Kiwi, Karotten oder Sellerie; Gräserpollen mit Melone, Erdnuss oder Tomate. Auch Honig kann zu Beschwerden führen. Viele Nahrungsmittel rufen nur roh Symptome hervor, gekocht oder erhitzt hingegen nicht. Eine allergische Reaktion beim Essen von Früchten kann oftmals bereits verhindert werden, wenn man sie vorher schält oder raffelt. Ob eine Kreuzallergie besteht, kann ein Arzt abklären.

Medikamente

Antihistaminika blockieren im Körper die Bindungsstellen für Histamin, das bei Allergikern ausgeschüttet wird und die Symptome hervorruft. In leichteren Fällen genügen allgemeine rezeptfreie antiallergische Präparate wie Nasensprays und Augentropfen. Die Nase mit einer Meersalzlösung zu spülen kann ebenfalls hilfreich sein. Viele von starken Symptomen Betroffene nehmen die Mittel nur dann, wenn sie Beschwerden haben. Die Wirkung ist jedoch besser, wenn man mit der Einnahme der Tabletten kurz vor der Pollensaison beginnt. Die gebräuchlichen Präparate sind in Kleinpackungen frei erhältlich. Werden sie durch den Arzt verschrieben, können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.

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