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Psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz – Führungskräfte sind gefordert!

Obwohl die Gesundheitsbefragung 2012 den Schweizern insgesamt eine gute Gesundheit attestiert, kommen Beschwerden bei den Mitarbeitenden häufig vor. So zeigt eine internationale Studie mit Beteiligung der Schweiz gehäufte Beschwerden in den folgenden Bereichen (Anteil der Arbeitsbevölkerung mit Beschwerden in den vorausgehenden 12 Monaten):

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Ein relevanter Anteil der Beschwerden dürfte mit den Arbeitsbedingungen zusammenhängen. Bekannt ist, dass problematische Arbeitsanforderungen zu psychischen Belastungen wie psychischer Ermüdung, Stress oder auch Burnout führen können. Entsprechende Psychosoziale Risiken kommen gemäss aktuellen Studien relativ häufig vor.


Verletzungen der persönlichen Integrität (Quelle: Strub und Schär Moser (2008))

  • 15 % unfaire Behandlung
  • 12 % Beleidigungen am Arbeitsplatz
  • 10 % der Frauen beklagten eine sexuell belästigende Verhaltensweise
  • 8 % Mobbing / Schikanierung
  • 8 % Drohungen und erniedrigendes Verhalten


Problematische Arbeitsanforderungen (Quelle: Grebner (2011))

  • 48 % berichten über häufige oder sehr häufige Arbeitsunterbrechungen
  • 40% arbeiten mindestens 3/4 der Zeit unter hohem Zeit- oder Termindruck
  • 17 % arbeiten täglich bis 1-2 Mal pro Woche in der Freizeit
  • 16 % stehen die benötigten Informationen regelmässig nicht zur Verfügung
  • 13 % erhalten bei der Arbeit häufig / sehr häufig unklare Anweisungen von VG
  • 12 % arbeiten mindestens 6 Mal im Monat mehr als 10 Stunden


Führungskräfte sind gefordert !

Der Arbeitgeber, also auch jede Führungskraft, hat gemäss OR Art. 328 und weiterer Rechtserlasse zum Schutz von Leben, Gesundheit und persönlicher Integrität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verhältnissen des Betriebes angemessen sind. 
Eine Aufgabe der Führungskräfte ist das Erkennen von Mitarbeitenden mit besonderen Risiken.


Erkennen
 Sie einige Ihrer Mitarbeitenden wieder?

  • sie müssen sich beeilen, um ihr Arbeitspensum zu bewältigen
  • sie haben Stress bei der Arbeit
  • sie können nicht mehr abschalten
  • sie schlafen nicht mehr gut
  • sie haben zunehmend Rückenschmerzen
  • sie haben Mühe, Arbeit und Familienpflichten zu vereinbaren


Falls ja, handeln Sie, bevor der Job ihre Mitarbeitenden krank macht.

  • Nehmen Sie die Anzeichen nicht auf die leichte Schulter
  • Reden Sie mit anderen über diese Probleme, und hören Sie auch anderen zu
  • Machen Sie Vorschläge zur Verbesserung


Hinschauen

  • Nicht einfach über auffälliges Verhalten von Mitarbeitenden hinweggehen
  • Beobachten Sie 2-3 Wochen, ob das Verhalten anhält, und notieren Sie ihre Beobachtungen
  • Prüfen Sie, ob Auffälligkeiten bei mehreren Mitarbeitenden auftreten


Ansprechen

  • Veranlassen Sie ein Gespräch, und hören Sie zu
  • Beschreiben Sie das Verhalten anhand konkreter Beispiele
  • Signalisieren Sie sowohl Unterstützung als auch Sorge
  • Seien Sie sich auch Ihrer Grenzen bewusst: Sie sind weder Arzt noch Therapeut!
  • Bieten Sie ggf. auch externe Hilfe an


Handeln

  • Ergreifen Sie erneut die Initiative, wenn sich keine Veränderung abzeichnet
  • Sammeln Sie im Gespräch Lösungsmöglichkeiten. Lehnen Sie unbequeme Massnahmen, welche Sie selbst oder das Management betreffen, nicht von vornherein ab
  • vereinbaren Sie klar, wer was bis wann macht


Wir wünschen viel Erfolg – und achten Sie auch auf Ihre Gesundheit.

AEH bietet eine umfassende Kampagne zum Thema. Diese beinhaltet Informationen und Schulungen für Vorgesetzte und Mitarbeitende, Instrumente zum Erfassen der Belastungen oder auch des Stress- /Burnout-Risikos der Mitarbeitenden sowie einen Zugang zur externen Vertrauensstelle für Mitarbeitende mit akuten Belastungen in Folge Stress, Mobbing o.ä. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rubrik Corporate Health/Psychosoziale Risikenoder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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