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Noroviren

Noroviren können das gesamte Jahr über Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Die Ansteckungszahlen steigen jedoch insbesondere während des saisonalen Höhepunkts zwischen Oktober und März. Noroviren weisen eine hohe Resistenz gegenüber ihrer Umgebung auf und sind hoch infektiös. Kontaminierte Abfälle müssen aus diesem Grund innerhalb der Gesundheitsinstitution sicher gelagert, transportiert und entsorgt werden.

Infektion mit Noroviren

Die Übertragung von Noroviren erfolgt sowohl als Kontaktinfektion über verunreinigte Gegenstände als auch durch die Aufnahme virushaltiger Aerosole. Wasser und Nahrungsmittel können ebenfalls Übertragungswege sein. Der direkte Infektionsweg von Mensch zu Mensch hat jedoch die grösste Bedeutung. Aus diesem Grund sind im Gesundheitswesen nicht nur Patienten, sondern immer auch das Personal betroffen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel zwischen sechs und 48 Stunden.

Hygienemassnahmen

Erkrankte Personen sind sofort zu isolieren. Einzelzimmer oder auch eine Isolierung von mehreren Erkrankten in einem Raum ist möglich. Beim Betreten oder Verlassen des Zimmers oder des Bereichs sind die Hände zu desinfizieren. Der Zugang ist auf wenige, definierte Personen zu beschränken. Das Zimmer respektive der Bereich ist von aussen deutlich zu markieren. Idealerweise ist eine Schleuse verfügbar – ebenso wie eine separate Sanitäreinrichtung. Pflegeutensilien, Untersuchungsinstrumente aber auch Abfallsammelbehälter sollten im Isolationsbereich vorrätig sein.

An folgende Hygienemassnahmen sollte gedacht werden:

  • Händedesinfektion: Die allgemeinen Empfehlungen sind zu beachten
  • Verwendung von Einweghandschuhen, Mund-Nasen-Schutz und Schutzkitteln: Einmalschürzen unmittelbar nach Anwendung dem Abfall zuführen, Stoffkittel regelmässig wechseln (Entsorgung direkt im bereitstehenden Wäschesack)
  • Flächendesinfektion (Präparate mit viruzider Wirkung)

Korrekte Entsorgung

Aufgrund der hohen Infektionsgefahr sollten die verwendeten Materialien immer als infektiösen Abfall entsorgt werden. Dazu gelten folgende Regeln:

  • VeVA/LVA-Code: 180103
  • Sammlung und Verpackung
    In geeigneten flüssigkeitsdichten, stich- und bruchfesten, dicht verschliessbaren, UN-geprüften Gebinden; keine Umfüllung oder Sortierung; keine Vermischung mit anderen Sonderabfällen Die Behälter sind im Patientenzimmer bereitzustellen.
  • Verwendete Wäsche wird als Infektionswäsche nach dem Doppelsack-Prinzip entsorgt. Hierzu zum Transport einen sauberen Sack über den kontaminierten Sack ziehen.
  • Zwischenlagerung
    In separatem, gekühltem Raum; Zugänglichkeit nur für speziell ausgebildetes Fachpersonal; Abfälle nicht pressen
  • Transport
    Als Sonderabfall mit Begleitschein nach den Bestimmungen von ADR/SDR Entsorgung Verbrennungsanlage mit Bewilligung zur Annahme dieses Sonderabfalls.

Quellen:

Abfallmanager Medizin

Das Online-Magazin und Wissensportal rund um die Entsorgung von medizinischen Abfällen

Link zum Artikel: https://www.abfallmanager-medizin.de/abfall-abc/mit-noroviren-kontaminierten-abfall-richtig-entsorgen/

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